Gegen die weibliche Genitalverstümmelung (FGM)

Ort: Provinz Poni (Burkina Faso).
Status: In Ausführung
Dauer: 2019 - 2020

Projekt zur Unterstützung des APFG-Projekts (Association Féminine à Gaoua), das auf der Sensibilisierung der Bevölkerung in den ländlichen Gebieten der Region Gaoua in Bezug auf die weibliche Genitalverstümmelung beruht.

Finanzierung mit Eigenmitteln von CIM Burkina: 5.000 Euro

Die APFG verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung (im weiteren MGF).

Im Januar 2019 wurde seitens der APFG von den lokalen Behörden im Departement Périgban in der Provinz Poni mitgeteilt, dass etwa 100 Schülerinnen der Grundschule des Dorfes Kuèkuèra diese Praxis durchlaufen hatten. Dieser Arbeitsbereich gehört zum Aktionsradius der APFG und CIM Burkina.

(Siehe Medien: http://bafujiinfos.com/?p=4095).

Die APFG führte mit Unterstützung und in Zusammenarbeit mit der Polizei sowie lokalen und Bildungseinrichtungen einen Notfallplan durch, um die Betroffenen ausfindig zu machen und sie in das Gesundheitszentrum zu überführen, wo sie während ihrer Genesung untergebracht waren, was keine leichte Aufgabe war, da die Familien diese Tatsachen verschweigen, da sie einen Straftatbestand darstellen.

Nach den Geschehnissen führte die APFG ein Sensibilisierungsprogramm in Schulen und Gemeinden der Provinz Poni durch, das sich an die gesamte Bevölkerung richtete, um die Beendigung dieser Praktiken zu erreichen.

Angesichts dieser Tatsache und der offenkundigen Zunahme dieser Missstände im Südwesten Burkina Fasos hat die APFG ein zweijähriges Projekt konzipiert, das sich an die Bevölkerung im Allgemeinen und speziell an Mädchen richtet, um diese Situation rückgängig zu machen.

Das Projekt besteht darin, in verschiedenen Dörfern der Region Gaoua (Provinz Poni) umfangreiche Kommunikations-, Sensibilisierungs-, Informations- und Fortbildungskampagnen durchzuführen, die in den resistentesten Gebieten im Südwesten Burkina Fasos durchgeführt werden sollen, sowie eine verstärkte berufliche Ausbildung für Mädchen in Aktivitäten, die Einkommen schaffen. Durch konkrete Aktionen wie Radiosendungen, Dokumentarfilmvorführungen, regionale und Theaterforen soll u.a. das Engagement von Frauen bearbeitet und gefördert werden, um FGM-Fälle auszumerzen (oder zumindest zu reduzieren), wobei auch die Gelegenheit genutzt werden soll, das Bewusstsein für das Problem von Zwangsheiraten und frühen und ungewollten Schwangerschaften, insbesondere im schulischen Umfeld, zu erhöhen.